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Erdölförderstätten Emlichheim, Wintershall Holding GmbH

Der Wintershall Standort Emlichheim ist eine der ältesten deutschen Erdölförderstätten überhaupt – und gehört immer noch zu den fünf produktionsstärksten Ölfeldern Deutschlands. Bis heute läuft die Produktion dank innovativer Fördertechniken auf konstantem Niveau.

Alles nahm seinen Anfang 1943, als die ersten Bohrtürme errichtet wurden. Und gleich der erste Versuch war erfolgreich: Am 4. November 1943 stieß die “Emlichheim 1“ auf Erdöl und nahm ein halbes Jahr später am 12. Mai 1944 ihren Betrieb auf. Sie fördert bis heute täglich Öl.

Die Emlichheim 1 zapft die Lagerstätte in circa 800 Meter Tiefe an. Das Erdöl lagert hier in den Poren des Bentheimer Sandsteins.

Das Erdöl wird nördlich von Emlichheim im Wöster Feld gefördert und dort auch einer ersten Aufbereitung unterzogen. Das Rohöl gelangt anschließend über Pipelines zur Verladestation im Ort Emlichheim, von wo es in Kesselwagen täglich zur Raffi nerie nach Lingen transportiert wird.

Nicht weit entfernt von der Verladestation befi ndet sich die Wintershallstraße. Dort war bis 2008 die Verwaltung beheimatet. Sie ist jedoch an die sogenannte Kopfstation ins Ölfeld gezogen, um alle Aktivitäten zentral zu bündeln. Dort, wo ehemals das Verwaltungsgebäude stand, erzählen heute Informationstafeln, wie die Erdölförderung in Emlichheim begann.

 

Mit heißem Dampf mehr Erdöl fördern

Das Erdöl in der Emlichheimer Lagerstätte ist zäh wie dickfl üssiger Honig, es sitzt fest in den Gesteinsporen des Bentheimer Sandsteins. Deshalb war es von Beginn an schwierig, es zu fördern. Doch seit 1968 macht Wintershall dem Erdöl mächtig Dampf – und verlängert dadurch die Förder- und Lebensdauer des Ölfeldes signifikant. Um das Erdöl zu fördern, erhitzt heißer Wasserdampf

das Öl in der Lagerstätte und macht es dadurch fl üssig und somit förderbar.

Die Dampffl utanlage mitten im Erdölfeld ist heute ein ausgeklügeltes System, das nicht nur das gewonnene Öl aufbereitet und das Lagerstättenwasser wieder für die Dampferzeugung nutzt, sondern auch Strom und Wärme erzeugt. Ein Kreislaufprinzip, das effektiv und nachhaltig funktioniert. Mit der Dampffl uttechnik lässt sich der sogenannte Entölungsgrad der Emlichheimer

Lagerstätte auf über 40 Prozent steigern und die Produktion seit über 70 Jahren auf einem konstant hohen Niveau halten.

 

Erdölpumpenantriebe prägen den Grenzverlauf

Pferdeköpfe (Nicker) prägen das Bild der Erdölförderung in Deutschland. Bewegt man sich in Emlichheim jedoch entlang der deutsch-niederländischen Grenze, wird augenfällig, dass auf niederländischer Seite eine andere Technik genutzt wird, sogenannte Langhubpumpenantriebe.

Der Unterschied beschränkt sich allerdings auf die oberirdisch sichtbaren Pumpenantriebe. Tief unten in der Erde arbeiten auf deutscher wie niederländischer Seite Kolbenpumpen, die das Erdöl nach oben fördern.

Der Pferdekopfpumpenantrieb ist der weltweit am häufigsten eingesetzte Ölpumpenantrieb und wird von der Wintershall in Emlichheim seit 1944 genutzt. Ein Pferdekopf nickt durchschnittlich 5.000 Mal am Tag und bewegt die Ölsäule pro Hub bis zu 3,7 Meter nach oben.

 

Erdölroute Emlichheim 32 km

https://issuu.com/wintershallcom/docs/wintershall_erd__lroute_emlichheim_

 

(Quelle: wintershalldea.com)

 

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Erdölförderstätten Emlichheim, Wintershall Holding GmbH
WINTERSHALL DEA HOLDING GMBH
Ölstraße 62
49824 Emlichheim
LANDKREIS GRAFSCHAFT BENTHEIM
Deutschland

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